Weg mit dem Stress: Part 1


Stress ist meiner Meinung nach eines der größten Probleme in unserer modernen Zeit und für viele unserer Wehwehchen verantwortlich. Kopfschmerzen, Magenbeschwerden, Herzklopfen, Erschöpfungserscheinungen bis hin zu Depressionen können die Folgen von Stress sein. Wie bei vielen anderen Dingen können wir auch hier den altbewehrten Satz: „Die Dosis macht das Gift“ anwenden. Was bedeutet das für uns und was genau ist Stress?

Netdoktor.at beschreibt Stress folgendermaßen: „Stress ist eine natürliche, körperliche Reaktion auf psychische oder körperliche Belastungen. Sie dient dazu, in angenommenen oder realen Gefahrensituationen kurzfristig die Leistungsbereitschaft zu erhöhen.“ „Entwicklungsbiologisch hat das den Sinn, in Gefahrensituationen kurzfristig mehr Energie zur Verfügung zu stellen. Vereinzelte Stresssituationen sind nicht gesundheitsschädlich. Dauerstress hingegen hat negative Auswirkungen auf nahezu alle Organsysteme.“ Stress hat den Sinn, uns für eine kurze Zeit leistungsfähiger zu machen, damit wir auf Gefahren sofort reagieren können. Nach der Reaktion kommt die Erholung und der Körper wechselt wieder auf Normalbetrieb. So wäre es vorgesehen. Heutzutage kommt es aber oft vor, dass der Stress entsteht, aber nicht abreagiert wird oder dass er sich akkumuliert und die Erholungsphasen zu kurz sind. Das führt dann zu dauerhaften Stress.

Übersicht der Arten von Stress 1. Stress durch Ernährung 2. Emotionaler Stress 3. Spiritueller Stress 4. Technologischer Stress 5. Physischer Stress

Stress durch Ernährung Unsere Ernährungsweise kann uns auf mehrere Arten zusetzen. Die heutigen Nahrungsmittel sind schnell erzeugt, schnell zubereitet und lange haltbar, mangeln aber an nötigen Mineralstoffen, Vitaminen und Ballaststoffen. Dazu kommt, dass viele Nahrungsmittel mit Pestiziden oder Schwermetallen verschmutzt sind. Neben dem Mangel an essenziellen Baustoffen, sorgt unsere jetzige Ernährung dafür, dass der Blutzucker bei fast jeder Mahlzeit an die Decke geht. Jedes Mal wenn das passiert, muss unser Körper auf Hochtouren arbeiten, um Herr der Lage zu werden (deshalb sind wir meistens nach einer ausgiebigen Mahlzeit erschöpft). Anschließend wird so viel Zucker in das Gewebe transportiert, sodass zu wenig im Blutkreislauf vorhanden ist und der Körper den Notstand ausruft. Wir brauchen wieder etwas zu essen! Das ist ein ziemlich fieser Kreislauf. Emotionaler Stress Unsere Emotionen sind das, was unser Leben ausmacht. Die Würze des Lebens könnte man sagen. Nicht nur die Emotionen selbst können in uns Stress auslösen (siehe Angst), auch das Unterdrücken von Emotionen hat so seine Tücken. Emotionen gehören gelebt, gefühlt und verarbeitet. Wer seine Emotionen aufschiebt, tendiert dazu zu explodieren. Wer ihnen freien Lauf lässt, tendiert dazu sich selbst und Nahestehende zu verletzen. Emotionale Stabilität ist essenziell für die Gesundheit und für gutes Stressmanagement.

Spiritueller Stress Spiritualität muss nicht, kann aber mit Religion verknüpft sein. Wer Sinn in seinem Leben sieht und/oder an etwas Höheres glaubt, verliert nicht so schnell den Boden unter den Füßen. Spiritualität kann das Leben ausrichten und in geordnete Bahnen lenken und kann so einige Ängste lindern.

Technologischer Stress Technologie hat unser Leben in vielen Hinsichten bereichert. Dennoch hat auch sie ihre Schattenseiten. Wir sind ständig erreichbar und werden ständig mit Likes und App-Benachrichtigungen bombardiert, sodass wir selten 10 Minuten nur für uns haben. Ein sehr süchtig machender Prozess, der einen sehr schnell auslaugen kann. Dazu kommt, dass Social Media uns vorgaukelt wie schön das Leben sein kann, wie großartig es doch jeder andere hat. Dazu kommt innerlicher Stress aufgrund von Angst, etwas zu verpassen. Was vor allem das Smartphone für Auswirkungen hat, kannst du hier nachlesen.

Physischer Stress Hier ist hauptsächlich Stress im Zusammenhang mit Bewegung gemeint. Wir brauchen Bewegung, um mit Stress besser umgehen zu können und um ihn auch abzubauen. In einer Stresssituation sind wir darauf getaktet zu agieren. Deshalb wandert unser Blut in die Muskeln und diese spannen sich an. Wir können Stress ab- oder aufbauen. Zu wenig Bewegung bedeutet, dass wir den Stress nicht gut genug abbauen und den Körper nicht mit genug Nährstoffen versorgen können. Unsere Gelenke werden nur geschmiert, wenn sie bewegt werden. Die Knochen bleiben im hohen Alter erhalten, wenn sie Belastungen ausgesetzt sind. Das Lymphsystem verteilt Nährstoffe durch die Bewegung des Körpers. Zu viel hohe Trainingsbelastung hingegen, baut wiederum mehr Stress auf, als der Körper abbauen kann. Ziel und Maß ist angesagt.


Was kann man jetzt aber genau gegen Stress machen? So einiges, deshalb werde ich es in mehrere Blogposts aufspalten.



5 Tipps gegen Stress


Vitamin B6 + B12 und Magnesium Supplementierung

Wenn man Stress hat, werden vor allem die Vitamine B6 + B12 sowie Magnesium aufgebraucht. Diese sind aber essenziell für viele Körperfunktionen und zuständig dafür, dass man sich voller Energie fühlt. Bei Mangelerscheinungen kann der Körper schlechter mit Stress umgehen. In der folgenden Liste kann man sehen, wo welche Mineralien zu finden sind.

Vitamin B12:

  • Tierleber

  • Muscheln

  • Sardinen

  • Rindfleisch

  • Thunfisch

  • Karpfen

  • Lachs

  • Milch und Käseprodukte

  • Eier

Vitamin B6

  • Milch und Käseprodukte

  • Lachs

  • Thunfisch

  • Eier

  • Hühnerleber

  • Rindfleisch

  • Karotten

  • Spinat

  • Süßkartoffeln

  • Grüne Bohnen

  • Avocados

Magnesium

  • Dunkle Schokolade

  • Avocados

  • Nüsse

  • Samen

  • Lachs

  • Blattsalate



Kaffeekonsum reduzieren, letzter Kaffee vor 12:00

Kaffee hat die Eigenschaft entwässernd zu wirken. So kommt es zur Ausscheidung vieler wichtiger Mineralstoffe, deshalb wird geraten den Kaffeekonsum auf eine Tasse Espresso zu beschränken. Des Weiteren hat Kaffee eine relativ lange Halbwertszeit, sprich wie lange es braucht bis die Hälfte der Substanz abgebaut wird. So kommt es oft dazu, dass man den aufputschenden Effekt schon lange nicht mehr spürt, aber das Koffein unseren Schlaf dennoch stört.




Auf Alkohol und Süßes verzichten

Wenn Alkohol konsumiert wird, führt das dazu, dass mehr Cortisol aka das Stresshormon, ausgeschüttet wird. Cortisol ist natürlicherweise am Morgen am höchsten, damit wir wach werden und wird anschließend über den Tag abgebaut. Auch Alkohol stört die Effektivität unseres Schlafes. Des Weiteren baut es unsere Stressresistenz ab, da es auch hier zu einem erhöhten Ausscheiden von wichtigen Mineralien kommt.


Bei den Süßigkeiten ist es so, dass unsere Körper nie darauf vorbereitet waren, so viel Energie so schnell zu uns zu nehmen. In der Natur kommen Süßigkeiten normalerweise immer mit Ballaststoffen vor. Ballaststoffe können nicht vernünftig verdaut werden, unterstützen aber unsere Darmkultur, und sorgen dafür, dass nicht so viel Zucker in unseren Blutkreislauf aufgenommen wird. Heutzutage fehlen aber diese Ballaststoffe und wir nehmen den Zucker pur auf. Mehr Zucker im Blut bedeutet einen höheren Insulinspiegel, um den Zucker vom Blut in die Zellen zu bringen. Stelle dir einen Fließbandarbeiter vor, der 16 Stunden am Tag arbeitet. Der Fließbandarbeiter muss in dieser Zeit immer die Ware vom Fließband in verschiedene Körbe legen. Wo hat der Arbeiter mehr Stress? Option Nr. 1: Es kommt in einem gleichmäßigen und überschaubaren Tempo Ware zu ihm. Er hat genug Zeit diese zu sortieren. Option Nr. 2: Es kommt sehr viel Ware schnell auf ihn zu und er muss 180 Prozent leisten, um die Ware in die Körbe zu befördern. Welche Option wird länger aushaltbar sein? Das gleiche gilt auch für unseren Körper. Unser System arbeitet auf Hochtouren, gibt alles in die Zellen und plötzlich ist der Blutzuckergehalt im Blut zu sehr im Keller. Die Folge, wir werden müde und kurze Zeit später wieder hungrig.




Auf die Ernährung achten

Wie bereits erwähnt, ist die Ernährung ein zentraler Aspekt beim Stressmanagement. Wie gesagt, Stress wird zum einem durch einen Energieüberschuss verursacht, zum anderen gibt es viele Nahrungsmittel, die den Körper reizen. Das muss nicht immer schlecht sein, kann aber schnell mal überhandnehmen. Grundsätzlich gilt, hat man nach dem Essen Blähungen, hat man etwas gegessen, das man eher vermeiden sollte. Weizenprodukte gehören hier definitiv dazu. Auch wenn man keine ausgeprägte Glutenallergie oder -unverträglichkeit hat, reizt das Gluten-Protein den Körper dennoch ordentlich. Es gelangt zu leicht durch die Darmschleimhaut. Der Bierbauch oder -bäuchlein entsteht hauptsächlich deshalb, weil hier das Gluten-Protein den Körper reizt. Um diese Entzündung zu beheben sammelt sich Wasser, sprich Fett (Fett enthält viel Wasser) um den Darm an. Für manche können es die Nachtschattengewächse, Früchte oder auch Milchprodukte sein. Wenn Milchprodukte konsumiert werden, dann sollte auf Heumilchprodukte gesetzt werden.

Hat wer schon mal von raffinierten Kohlehydraten gehört? Das sind Kohlehydrate, die so bearbeitet wurden, dass sie wenig Ballaststoffe aufweisen[1]. Man steigert dadurch die Haltbarkeit. Vollkornmehl wird zu Weißmehl, Vollkornreis zu poliertem Reis und Zuckerrohr und Zuckerrüben zu Haushaltszucker. Durch die Verarbeitung fehlt es aber auch an wichtigen Mineralstoffen, die für den Körper nützlich wären.


Eine Klare Regel in Sachen Ernährung ist, je naturbelassener desto besser. Bei allem was vom Tier kommt, sollte man sich vergewissern, ob dieses Tier artgerechtes Futter und Auslauf bekommen hat. Man isst nämlich nicht nur das Tier, sondern auch das, was das Tier davor gegessen hat. Ein Tier, welches zuvor mit Nahrung gefüttert wurde, welches es in der freien Wildbahn nie essen würde, ist anfälliger auf Stress und Krankheiten. Gegen die Krankheiten bekommen die Tiere dann Antibiotika. Diese nehmen wir dann durch das abgepackte Fleisch auf. Das ist nicht so toll.


Mehr essen kann man hingegen Gemüse sowie Fette. Super Fettquellen sind Olivenöl, Butter, Avocadoöl, Kokosnussöl und Fette im Fleisch. Ungute Fette sind künstlich hergestellte Öle wie Rapsöl, Maisöl, Sonnenblumöl und etc.

Hier noch eine kleine Liste der Lebensmittel auf die man achten sollte.


Verzichte eher auf folgende Nahrung:

· Zucker und raffinierte Kohlehydrate (Weizenprodukte [Pasta, Pizza, Brot etc], Reis, Frühstücksflocken)

· Energy Drinks

· Koffein

· Alkohol (max. 1 Glas Wein in der Woche)

· Künstliche und Natürliche Süßungsmittel (Stevia)

· Essen auf das man Allergisch reagiert (Histamine, Laktose etc.)

· Aspirin

Histaminreiches Essen:

· Alkohol