How to: Knochenbrühe

Aktualisiert: 2. Aug 2020

Wer erinnert sich noch an die Zeit, als man krank im Bett lag und Omas Rezept für Alles war die Hühnersuppe? Oma wusste es doch am besten, denn Knochenbrühe hat neben dem gutem Geschmack angeblich noch weitere gesundheitsfördernde Eigenschaften. Ein wahrer Zaubertrank also, man könnte meinen das Rezept stammt von Miraculix höchstpersönlich. Das einzige Problem, wissenschaftlich bewiesen ist relativ wenig davon. Schmecken tut es trotzdem super. Wer also wissen möchte, welche positiven Eigenschaften Knochenbrühe nachgesagt wird oder wie man seine Suppenkünste auf das nächste Level bringt, der sollte weiterlesen.


Wie macht man es?

Knochenbrühe ist vom Prinzip sehr einfach. Man nimmt Fleisch (ca. 800g) und Knochen (500g) von dem gleichen Tier sowie Suppengemüse, schmeißt das alles in einen Topf, füllt das Ganze mit genügend Wasser auf (2-3L), gibt einen Spritzer Apfelessig dazu und lässt es mindestens 18 Stunden auf schwacher Hitze köcheln. Hat man einen Druckkochtopf, kann man die diese Zeit auf 4 Stunden verkürzen. Nachdem alles abgekühlt ist, kann man es noch nach Belieben würzen und anschließend genießen.

Ich mache mir immer gleich viel auf einmal und kühle es dann in Einmachgläser ein. Im Kühlschrank hält das mehrere Tage.

Tipp: Beim Metzger kann man sich ideal beraten lassen, welches Fleisch man verwenden sollte und man bekommt dort die Knochen sehr günstig dazu.

Wenn man eine Hühnerbrühe macht, kann man entweder Hühnerflügel mit Knochen oder gleich ein ganzes Brathuhn verwenden. Am besten kauft man Bio-Fleisch.


Nochmals:

  1. Fleisch (800g) + Knochen (<500g) + Suppengemüse in einen Topf.

  2. Auffüllen mit Wasser + einen Spritzer Apfelessig

  3. Mindestens 18 Stunden auf schwacher Stufe köcheln lassen oder 4 Stunden im Druckkochtopf

  4. Würzen


Was bringt es angeblich?

1. Es enthält viele wichtige Vitamine und Mineralien (1)

Das Knochenmark ist reich an Vitamin A, Vitamin K2 sowie Zink und Eisen. Die Knochen selbst wiederum enthalten Magnesium, Kalzium und Kalium. All das wird durch das langsame Köcheln aus den Knochen herausgelöst und kann sehr gut von unserem Darm aufgenommen werden.

2. Es stärkt den Darm und bringt ihn wieder in Schuss (2)

Knochenbrühe enthält Gelatine und diese wiederum verschiedene Aminosäuren, welche vor Allem die Darmwand aufbauen und so vor "leaky gut" schützen kann.

3. Es wirkt entzündungshemmend (3)

Glycin und Arginin sind Aminosäuren in der Knochenbrühe, die helfen Entzündungen entgegenzuwirken. Weniger Entzündungen bedeuten ein besseres Wohlbefinden und weniger Fettablagerungen um den Darm.

4. Es hilft beim Abnehmen (4)

Aufgrund der Fülle an wertvollen Vitaminen und der Gelatine, fühlt man sich länger satt. Das Kollagen hilft auch beim Muskelaufbau bei Krafttraining. Mehr Muskelmasse wiederum verbraucht mehr tägliche Energie.

5. Hilft bei Gelenkschmerzen (5)

Knochenbrühe enthält sehr viel Kollagen, welches das Hauptprotein in Knochen, Bändern und Sehnen ist. Kollagen wird beim Köcheln zu Gelatine und ermöglicht uns wiederum wichtige Aminosäuren aufzunehmen.


Eigene Erfahrung

Ich hatte seit längeren Probleme mit meinem Darm und Kniegelenken und wollte es vor Allem deswegen ausprobieren. Ich habe dann auch einen Monat lang jeden Tag zum Frühstück Knochenbrühe auf den leeren Magen getrunken (So soll es angeblich am besten aufgenommen werden). Mir hat Knochenbrühe mehr Entspannung für meinen Darm gebracht. Was für mich schon sehr viel wert war. Für die Gelenke hat es nur bedingt etwas gebracht, ich glaube dafür müsste ich es insgesamt länger zu mir nehmen.



Quellen:

(1) https://www.healthline.com/nutrition/bone-broth#section6

(2) https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/20613941/

(3) https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/12589194/

(4) https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/3958404/

(5) https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/15846645/

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